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19.11.2026
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Bewohner erzählen

Wir lachen hier jeden Tag. Über jeden Blödsinn.

Ingrid Friedrich

Betreutes Wohnen heißt, in den eigenen vier Wänden zu leben, seinen Interessen nachgehen zu können, dabei aber auf das gute Gefühl von Sicherheit nicht verzichten zu müssen. In der Pro Seniore Residenz
Sontheim gibt es 50 komfortable Apartments, die dieses Lebensmodell ermöglichen.
In einem dieser Apartments wohnt Ingrid Friedrich. Am liebsten hätte die ehemalige Sachbearbeiterin weitergearbeitet, statt in Rente zu gehen, so gut hat ihr ihre Arbeit, zuletzt im Arbeitsamt Dresden, gefallen.
In der Rente zog die gebürtige Dresdnerin gemeinsam mit ihrem Ehemann nach Nordrhein-Westfalen. Dort hatten sie Jahre zuvor schon immer Urlaub bei ihrem Sohn, eines von insgesamt vier Kindern, gemacht.
„Mein Mann ist dann irgendwann gestorben und da war ich allein. Ich stürzte in eine schwere Depression“, erzählt sie. Haus und Garten wurden ihr zu viel, die Einsamkeit zu groß. Ihre Kinder merken: So geht es nicht weiter. Gemeinsam überlegen sie sich eine Lösung – und diese hieß Betreutes Wohnen.
Nach vier Wochen Urlaub bei jedem der vier Kinder, entschloss sich Ingrid Friedrich nach Heilbronn, dem Wohnort der einzigen Tochter, zu ziehen. Recht schnell fiel die Entscheidung auf ein Apartment in der Pro Seniore Residenz. Hier ist Ingrid Friedrich wieder richtig glücklich. Mit der Familie – die vier Kinder, drei Schwiegerkinder, zehn Enkel und drei Urenkel umfasst – hält sie über das Handy Kontakt, bekommt regelmäßig Fotos und liebe Nachrichten. „Ich bin richtig happy. Und ich bin jetzt wieder angekommen. Ich fühle mich sehr wohl.“ Einmal im Jahr geht es mit der ganzen Familie in Urlaub. „Da sind wir 30 Mann. Die Enkel haben nun schon wieder Anhang“, lacht sie, „ich find das so lustig.“
Lustig hat sie es auch in der Residenz. Sie trifft sich regelmäßig mit anderen Bewohnern. „Wir schnattern“, erzählt sie lachend. Außerdem genießt sie das große Sport- und Freizeitangebot des Hauses. Sie macht
Gymnastik, Gedächtnistraining, engagiert sich im Bewohnerbeirat und freut sich über die gemeinsamen Ausflüge: „Ich mache alles mit, was angeboten wird. Das muss man auch machen.“
Denn einen Tipp hat Ingrid Friedrich an alle, die über einen Umzug ins Betreute Wohnen nachdenken: „Man muss Abstriche machen. Und man muss unter die Leute gehen. Nur in der Wohnung – da drehen Sie durch irgendwann. Manche gucken den ganzen Tag Fernsehen, aber ich bin da nicht der Typ zu. Ich höre zwar Radio und CD, ich lese auch, aber man muss unter Leute gehen. Das muss man unbedingt.“ Im Betreuten Wohnen hat die fröhliche Dresdnerin immer Gesellschaft, wenn sie es möchte, und kann sich doch jederzeit in ihre gemütliche Wohnung zurückziehen. Und das tut ihr richtig gut. „Alleine im Haus wäre nicht gegangen. Das haben meine Kinder richtig erkannt. Dafür bin ich ihnen heute noch dankbar.“

Ich habe mich entschlossen hierherzukommen, weil mir das Ganze hier gefällt.

Günter Spitzenpfeil

Das Apartment von Günter Spitzenfeil befindet sich im Erdgeschoss und besticht durch einen schönen Blick ins Grüne. Der ehemalige KFZ-Handwerker empfängt uns gut gelaunt und mit einem Lächeln in seiner
Wohnung.
In der Mitte des Zimmers befindet sich eine gemütliche Ledersitzgruppe. Eines der wenigen Möbel, die Günter Spitzenfeil in die Residenz mitgebracht hat. Nicht, weil es nicht möglich wäre, sondern weil er sich bewusst so entschieden hat. „Ich habe eine Wohnung gehabt, sehr schön, Eigentum, 100 m² mit Garten, ähnlich wie hier, Schiebetüren auf, Bäume, Fischteich, einfach herrlich. Aber ich war allein, zuletzt. Und dann habe ich eines Tages zu meinem Sohn gesagt: ‚Junge, komm wir gehen Borussia gucken und weißt du was, ich mach Nägel mit Köpfen.‘“
Das bedeutete ein Umzug von Dortmund nach Heilbronn, wo der Sohn mit seiner Familie wohnt. Das war Günter Spitzenfeil lieber als zur Tochter aufs weite Land in Mecklenburg-Vorpommern. „Ich kannte
Heilbronn gut. Es hat mir gefallen, schön, nicht so groß. Dann habe ich eine Woche Probewohnen gemacht. Und was soll ich Ihnen sagen? Ich fühl mich wohl!“
Zügig hat Günter Spitzenfeil sich für ein Apartment entschieden: „Ich habe mir dieses ausgesucht, weil ich zu Hause genauso ins Grüne hinausgeguckt hab, auf einen schönen Olivenbaum“. Diesen hat er zurückgelassen – und die Wohnung der Enkeltochter mit Ehemann und Kind überlassen.
„Meine Wohnung war in einer unwahrscheinlich teuren Ecke von Dortmund. Dort kriegt kaum einer Häuser. Meine Enkeltochter hat einen tollen Mann aus Pakistan, ein Neurochirurg – wir beide sind ein Herz
und eine Seele. Die beiden sind glücklich und freuen sich.“ Die Möbel hat die Frohnatur verschenkt; das neue Apartment ausgemessen und passend eingerichtet. „Auf den Millimeter genau bis zum Staubsauger.
Alles passt. Man braucht doch nicht mehr.“
In der Residenz treibt Günter Spitzenfeil jeden Tag eigenständig Sport. Früher zählten Angeln, Wandern und Skifahren zu seinen Hobbies. „Tintenfische habe ich gefangen, in Jugoslawien.“ Und Fußball  natürlich, Borussia Dortmund, versteht sich. „Ich habe zehn Minuten vom Stadion entfernt bei einem Naturschutzgebiet gewohnt. Kurz dahinter ist dort das Stadion, ich brauchte bloß durch ein Waldstück zu gehen. Es war eine schöne Zeit. Bis meine Frau vor zwei Jahren krank geworden ist, aber dermaßen.“ Sein Blick ist ernst geworden. Der Tod seiner Frau hat ihn schwer erschüttert und war der Auslöser für den Umzug.
In der Residenz ist Günter Spitzenfeil seit neuestem Mitglied einer Skatrunde. Außerdem nimmt er hin und wieder an Veranstaltungen wie dem Candle-Light-Dinner teil oder trifft sich zum Kaffee mit der Schwiegermutter seines Sohnes, die bereits seit ein paar Jahren in einem Apartment des Betreuten Wohnens lebt. Sohn und Schwiegertochter kommen regelmäßig vorbei. Auch während des Gespräches
stehen sie plötzlich vor der Tür. „Ein ganz feiner Kerl, wir sind wie Freunde“, so Günter Spitzenfeil über seinen Sohn. An den Wänden hängen viele Bilder mit Fotos. Darauf ist sein ganzer Stolz zu sehen:
die Familie – und natürlich seine Ehefrau Helga. „Jeden zweiten Tag spiele ich das Lied, ‚Niemals geht man so ganz‘ von Trude Herr. Dann setze ich mich hier in Ruhe hin, höre das Lied und denke an meine Helga.“
Wenn Günter Spitzenfeil die Vergangenheit Revue passieren lässt, ist er dankbar und stellt fest: „Ich war mein Leben lang nie unzufrieden“. Wie schön!

Ich lache fast jeden Tag herzlich

Anita Thiele

Freudestrahlend begrüßt uns Bewohnerin Anita Thiele in den Aufenthaltsräumen der Pro Seniore Residenz Sontheim. Helles Tageslicht strömt durch die vielen Fenster und taucht den Raum in wohlige Wärme. Auch sonst ist es gemütlich, mit allerlei Basteleien und einem angefangenen Puzzle auf dem Tisch. Hier lässt es sich wunderbar plaudern.
Anita Thiele hat eine Lieblingsbeschäftigung: das Puzzeln. „Das gefällt mir so gut“, erzählt sie uns und ergänzt: „Ich lese auch sehr gerne, aber im Moment komme ich nicht mehr so rein, denn das Puzzeln mag ich noch lieber.“ Anita Thiele strahlt über das ganze Gesicht. Sie ist ein lebensfroher, aufgeschlossener Mensch, das merken wir gleich. „Ich lache fast jeden Tag herzlich“, sagt sie fröhlich.

Vor dem Einzug
Aufgewachsen ist die Seniorin auf einem Bauernhof im baden-württembergischen Erholungsort Löwenstein. Ihre Kindheit war schön, auch wenn das landwirtschaftliche Leben mühsam war. „Nach der Schule habe ich Herrenschneiderin gelernt, was ich aber nicht wollte. Ich wäre lieber Kindergärtnerin geworden, aber der Schneiderberuf war Tradition in unserer Familie.“ Es folgten
klassisch Hochzeit und die Geburt zweier Söhne. 27 Jahre hielt die Ehe bis Anita Thiele nach Lauffen am Neckar, Nähe Heilbronn umzog.

Eine neue Lebensphase
Gesundheitliche Gründe führten im April 2025 nach einem Krankenhausaufenthalt in die Pro Seniore Residenz Sontheim. Zunächst versuchte Anita Thiele mit der Unterstützung einem ihrer Söhne und der Diakonie zuhause wohnen zu bleiben, doch das wurde immer beschwerlicher. „Ich habe mir das Älterwerden ein bisschen anders vorgestellt“, erklärt sie und verweist auf
ihren Gesundheitszustand. „Das mit der Erkrankung ist schwer. Aber ich darf noch ein bisschen bleiben, das tröstet mich, und wenn es wie jetzt weitergeht, dann bin ich trotzdem froh. Ich habe hier nette Leute kennengelernt und bin sehr zufrieden. Die Mitarbeiter sind sehr für alle da. Ich würde wieder herkommen.“

Spaß an Aktivität
Gesellig, wie sie ist, freut sie sich vor allem über die Freizeitaktivitäten des Hauses. „Ich nehme sehr viel wahr. Es ist unter der Woche Montag bis Freitag immer jemand da, zum Beispiel zum Zeitung lesen mit anschließender Diskussion. Das ist interessant“, schwärmt sie. „Ich bin sehr aufgeschlossen. Ich spreche die Leute an. Wieso soll ich‘s nicht machen? Ich bin krank, aber ich muss was draus machen, wissen Sie.“
Ihre größte Freude ist, wenn der Kindergarten in die Residenz kommt. „Wir basteln mit den Kindern, im Moment gerade Sparschweinchen. Das macht so Spaß! Motiviert geht es weiter Und sie setzt sich weiterhin Ziele. „Derweil will ich wieder ein bisschen vorwärts gehen mit der Bewegung. Ich mache auch morgens Gymnastik, bevor ich aufstehe, ein bisschen Radfahren in der Luft, erstmal meinen Kreislauf in Schwung bringen. Ebenso abends beim Fernsehen. Dann sag ich zu meiner Zimmernachbarin: Möchten Sie mitmachen? Machen Sie bloß langsam, vier-fünfmal, das reicht schon.“ Ihre Motivation ist ansteckend. „Manchmal macht sie mit. Wir verstehen uns sehr gut“, erzählt sie lächelnd und ergänzt: „Aber das Schönste ist die Zeit mit den Kindern. Das ist für mich eine solche Bereicherung, dass ich schon geweint habe vor Freude.“

Wenn man Hilfe braucht, ist jederzeit jemand da

Ursula Fritschle

Im Alter wird das Leben in den eigenen Vier Wänden zunehmend anstrengender und unsicherer. So ging es auch Ursula Fritschle, die wir zum Gespräch bei Kaffee und Kuchen in der Pro Seniore Residenz Sontheim treffen. Sie zog aus ihrem alten Bauernhaus in ein Pflegezimmer – und weiß die Vorteile sehr zu schätzen.
„Mir wurde es alles zu viel“, erklärt uns die gebürtige Heilbronnerin Ursula Fritschle im Gespräch. Die Seniorin lebt seit August 2025 im Pflegebereich der Pro Seniore Residenz Sontheim. Ein Schritt, der irgendwann unausweichlich wurde. Die gelernte Lebensmittelverkäuferin, Hausfrau und Mutter dreier Söhne erinnert sich: „Ich wohnte in einem uralten Haus, ein geerbtes Bauernhaus. Dort verbrachte ich eine gute Zeit – bis ich pflegebedürftig wurde. Ich konnte nicht mehr selbstständig leben. Meine Buben haben das gemerkt. Da bin ich dann hierhergekommen.“ Sie grübelt und ergänzt: „Und dass ich mich nicht mehr so erinnern kann, ist auch ein Grund für den Umzug. Das Gedächtnis hat im Alter einfach nachgelassen“.
Die Söhne suchten nach einer passenden Einrichtung und wurden in der Pro Seniore Residenz Sontheim fündig. „Sie haben sich mehrere Häuser angeguckt, denn sie haben sich Sorgen gemacht, ob ihre Mutter irgendwo Gutes unterkommt.“

Ein neues Lebenskapitel beginnt
Die Sorgen haben sich schnell in Luft aufgelöst. Denn in ihrem Zuhause in der Residenz fühlt sich Ursula Fritschle gut aufgehoben: „Ich bin froh hier, ganz gewiss.“ Auch mit
ihrer Zimmernachbarin versteht sie sich. Je nach Lust und Laune nimmt sie an den Aktivitäten des Hauses teil. Nur Sport ist nicht so ihr Ding, erzählt sie lachend: „Und sagen wir, wie es ist: Im Alter kannst du auch körperlich nicht mehr so. Aber das, was mich interessiert, da mache ich trotzdem mit.“ Diese Flexibilität der Teilnahme an Veranstaltungen und Kursen schätzt sie sehr. Auch mit dem Speisenangebot ist sie zufrieden. „Das Essen schmeckt mir an und für sich gut. Ich wähle mir manchmal Sachen aus. Essen, in dem viele Zwiebeln sind, mag ich nicht. Das esse ich dann einfach nicht.“

Ein sicheres Zuhause
Von ihren drei Söhnen und drei Enkelsöhnen wird sie regelmäßig besucht. „Meine Söhne haben auch wieder nur Jungs“, lacht sie. Sie ist froh und dankbar, dass ihre Familie einen Platz in der Residenz Sontheim für sie gefunden hat und erläutert: „Wenn man Hilfe braucht, ist jederzeit jemand da und hilft dir, weil du im Alter nicht mehr so kannst. Wenn ich jemanden brauche, ist immer jemand da“. Und das beruhigt sie sichtlich.
Wie schön!